SUZE.
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der Allobrogische Brandts und dessen Bruder (zurZeit, als Hannibal über die Alpen zog), die einzigenFürsten sind, welcher unter so vielen Alpenvölkern dieGeschichte erwähnt. Nach dem Sturz des römischenReichs entstand zu Suze im J. 575. ein Benediktiner-Äloster; die Stadt erhob sich, und wurde Sitz derMarkgrafen von Susa , nach deren Erlöschung ihr •
Land an das Haus Savoyen fiel.
Merkwürdigkeiten, lieber die Coltiscken Al-pen geschahen die merkwürdigsten Heercszüge zurEroberung Italiens von den ältesten Zeiten bis auf dieder Könige Frankreichs; der Zug des Königs Franz /.am Ende Octobers im J. 1515. über den Col d’Argen- 1
tiere (nahe bey dem Mont Visoj und durchs Sturathalhinab war eben so aufserordentlich als der Zug Han-nibals ( s. Guicciardini und Paulus Jovius Beschrei-bungen , und St. Simon Geschichte der Kriege in denAlpen , 1745)- Bey Suze öffnet sich das Thal Susa,welches nach dem Mont Genevre , und das Thal vonNovalese ober Rochemelon, welches nach dem MontCenis führt. Im Susathal liegt Usseau, das römischeOcellum, dessen Caesar auf seinem Zuge nach Gallienerwähnt. — Bey Suze standen zwey Festungen St.
Marie und la Brünette; die letztere, von Carl Ema-
nuel III. König von Sardinien erbaut , beherrschte
sowohl die Strafse ins Thal Rochemelon nach dem
Cenis, als auch die Strafse ins Susa - Thal nach dem
Genevre; diese Festungen wurden 1796. von den Fran- »
zosen geschleift. — Die Thäler der Kottischeei Alpen