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4 : Vollständiger Unterricht über alle Naturschönheiten, geographische, physische, botanische und historische Merkwürdigkeiten ... ; Abschn. 3 (1810) P - Z
Entstehung
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315
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spaltet sich in die Nebenthäler Flefs , weiches ansFerraina-Thal im Prettigau, und Grielesch , welches andas Disma -Thal in Davos stöfst. Unterhalb demDorfe Siifs öffnet sich das Thal Sagliaints, und f 3 St.davon bey Lavin das Thal Lavinuoz , und gegenüberauf der südlichen Seite des Inn das kleine Thal Zez-*nina , wo Bären, Wölfe, Füchse, Luchse, Dachsen undGemsen leben. An der Westseite von Lavin erhebt sichder ungeheure Piz LinarJ , an der Ostseite der Piz daGonda , und gegenüber der Piz Mesdi. Der Linardist der höchste Felsen im Engadin, und einer der höch-sten in ganz Biindten ; man sieht ihn in den EbnenSchwabens; im Anfänge des XVII. Jahrhunderts ist ervon einem Geistlichen aus Lavin erstiegen worden.Alle Jahre stürzen vom Linard bey der Schneeschmelzeviele Felsstücke auf die Alpweideu, und vom Gondaalljährlich Lauinen herab, welche die Strafse unsichermachen. Siifs treibt Salz- und Kornhandel mit Davos.

Berühmte Männer. Siifs ist der Geburtsortdes Ulrich Campei , des befsten GeschichtsschreibersGraubündtens , und ersten Reformators im Engadin.Er schrieb mit mehr Unbefangenheit als alle übrigenbündtnerschen Geschichtschreiber, und zugleich mit derklassischen Einfalt des Livius, iip Laufe des XVI. Jahr-hunderts (s. Scamfs ). Martin Planta , zu Siifs 1725.geboren, 1^4. Prediger in ifizers, war grolser Mathema-tiker und Physiker, Erfinder (1755.) der Scheiben-Elek-trisir-Maschine , veranlafste durch die helvetische Ge-sellschaft zu Schinznacb im J, 1766., dafs der nachher so