Splügen.
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Weg über den Splügen. Ueber dieses Ge-
birge geht die betretenste Strafse aus Deutschlanddurch Graubündten nach Italien. Seit Kaiser Augu-stus soll eine Strafse über den Splügen gegangenseyn. Wenigstens will man auf die Spliigner- Strafsebeziehen, was in Antonios Itinerarium von dem Wegevon Curla bis Tarvesede und von hier bis Clavenua gesagtwird; es bleibt aber immer sehr ungewifs, ob dieserWeg über den Splügen gieng. Erst seit dem XIII.Jahrhundert ist der Pafs über den Splügen und Bern-hardino geöffnet und benutzt worden; denn vor dieserZeit gieng die gewohnte Strafse über den Septimerund Lubmanier. Von dem Splügenpafs finden sichsichre Anzeigen erst seit dem J. 1473. Von Churüber den Splügen nach Chiavenna sind es 18 St.,über den Septimer 21 St. Von dem Dorfe Splügenlängs dem Hausle - Bach auf die Höhe des Splügen-Passes *), ohngefiihr 6170 Fufs übers Meer, zu demdortigen Wirtbshause 5 St. Hier hängt ein* Glocke,welche bey starkem Schneegestöber geläutet wird, umden Reisenden die Richtung des Weges anzuzeigen,welches auch durch eingesteckte Stangen, Stazas ge-nannt, geschieht. Der zu Zeiten vom Schneegestöbereigentlich gefährliche Weg geht von dem Wirthshausedurch die schreckliche Kardinell **), welche den Schöl-
*) Das Tombohorn, nahe am Splügen, ist zufolge II, Mül-lers Messungen 9795 F. iil’-crs Meer.
**) Die Strafse durch die Kardinell wurde 1709. mit grofse»Kosten gebaut,