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Das Gefängnifs wegen seiner uachahmungswüidigcnEinrichtung sehenswerth, wo jeder Gefangne ohne Ket-ten und ähnliche abscheuliche Mittel auf die sichersteArt verwahrt wird ; Mangel an Luftzug ist der einzigeFehler darin. Der Rathsherr Sari gab den Plan zudiesem Gebäude. Das Spital ist vortreflich eingerichtet.Das PVaisenhaus und Findelhaus , Katharinenspitalfür Verunglückte; Zuchthaus; das Gymnasium in demehmaligen Jesuiter- Kollegium , der ehmalige Pallast derfranzösischen Gesandten *); fünf Klöster und das Ursus-Stift; das Zeughaus, Das Ralkkaus , wo Gemäldehängen. Hie Bibliothek der Stadt besitzt 10,000 Bände;der Dohmherr Hermann ist der Stifter derselben, undblofs durch die Bemühung dieses thätigen Mannes warsie schon so angewachsen. — Sammlung aller Vcrstei-
*) Seit dem ersten Bunde der Eidgenossenschaft mit Frank-reich unter dem König Louis XI. im J. i 474 * entstan-den zwischen beyden Staaten so nahe und durch die mitjedem Kanton einzeln abgeschlofsnc Kapitulationen überStellung von Kriegsleuten so vielfache Verhältnisse, dafsfast von jener Zeit an ein französischer Gesandte unun-terbrochen zu Solothurn wohnte, welcher von hier ausdie Friedens* und Bundesgclder, die öffentlichen undheimlichen Jahrgehalte über alle Kantone ausspendete,und den hör listen Eiullufs auf Solothurn, Freyburg undalle katholischen Kantone ganz besonders ausübte (s.Ebels Schilderung der Gebirg/völker , II. Theil S. 255 —268 ). Nach dem Anfänge der französischen Revolu-tion wurde dem Gesandten der Aufenthalt zu Solothurn sounangenehm, dafs er 179t. nach Baden, später nach Baselzog, und nun seit dem Anfänge des XIX. Jahrhundertszu Bern wohnt.