Druckschrift 
4 : Vollständiger Unterricht über alle Naturschönheiten, geographische, physische, botanische und historische Merkwürdigkeiten ... ; Abschn. 3 (1810) P - Z
Entstehung
Seite
155
Einzelbild herunterladen
 

S AR GANS.

*55

Chr.de Kalkgebirge auf Schiefer ruhend, von weifsenjKalkspath und Quarz durchzogen ; dieselbe Beschaffen-heit auf der andern Seite des Thaies von Sallenchenach Gervais. Die Schichten streichen von NO. nachSW. und senken nach NW. Man befindet sich hierauf der südlichsten Linie der nördlichen Kalkalpen,welche längs der Sallenche über den Mont du Fourweiter nach SW. fortsetzen (s. Ebel , über den Bauder Erde u. s. w. Zürich 1808- I. Th. S. 268 283.)In dem Schlunde der Sallenche und im Thal der ArveGranitblöcke. Das ganze Thal bis Chede trägt dieSpuren eines ehrnaligen Sees, welcher, seitdem die Fel-sen bey Clttse durchbrochen worden sind, abgelaufen ist.(s. C/use).

Samaden (Summa d'Oen) in Ober-Engadin K.Biindten, eins der schönsten Dörfer in der Schweiu(s. Moriz').

Sarg ans, Städtchen im K. St. Gallen. Wirths-

bäuser ; TVeijses Kreuz und Lövre. Liegt an der

Landstrafse von dem TVallenstadter - See nach Grau-

bündten , auf dem hohen Marmorfufse des Scholl-\

Berges *).

Geschichte. Das Sarganserland war ursprünglichein Theil des alten Rhätiens. Seit dem X. Jahrhun-

*) Schollberg hiefs ehedem jcaf-Berg von Scala , weil dieserBerg an der Ostseitc sich grade in den Rhein senkte,und dort der Weg wie eine Leiter oder Treppe einge-hauen war; erst im J. i6o3. wurde an dieser Stelle, dieman jetzt die hohe Wand nennt, ein ordentlicher Weggesprengt.