go Reulissen.
Geognost, Thatsachen. Auf der Hohe deiReulissen geht «ehr schöner Gyps zu Tage; seineSchichten «tehen senkrecht und streichen von SW. nachNO. Er ist eine Fortsetzung der merkwürdigen Gyps-Lager, welche aus der Landschaft Bex durchs Csteigund Lauerten- Thal, über den Reulissen weiter nordöst-lich durchs Simmen -Thal, wo er St, Stephan gegen-über wieder zu Tage geht, unter der Niesen - Kettefort, zum Theil durchs Adelboden - Thal, nach demThuner-See , bey Kralingen und Lcifsingen vorbeyfortzieht (s. Bex, Latte ne n , Spiele und Leijsingeu),Die Schwefelquellen in dem Elivat - Lauen - Turbach-Thal, bey Lenk , im Adelboden- Thal und bey LeiJsin-gen, entspringen in diesen Gypslagern. — Nicht weitvon der Stelle, wo auf dem Reulissen der Gyps zuTage geht, ist noch eine geognostische Merkwürdig-keit; nämlich mitten in den ausgedehnten Bergweidenragt ein einzelner ganz nackter Kalksteinfels als eineRuine empor, und gewährt den sonderbarsten Anblick,Dieser Fels ist nicht ein von ferne her geführter odervon höhern Gebirgen herabgestürzter Trümmerblock,sondern des letzte Ueberrest von dem Kalkflötz, wel-ches den ganzen Reulissen und diese ausgedehntenWeiden einst bedeckte, also ein sehr merkwürdigesDenkmal der ehmaligen Beschaffenheit dieser und sovieler andern ähnlichen Gebirgsgegenden. Es ist eineausgemachte Thatsache, dafs die jetzt so zerrifsnen undoft weit getrennten Felsen einst ein zusammenhängen-des Ganzes ausmachten, und dafs alle zwischen hohen