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4 : Vollständiger Unterricht über alle Naturschönheiten, geographische, physische, botanische und historische Merkwürdigkeiten ... ; Abschn. 3 (1810) P - Z
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Prettigac.

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der Trennung stellte also das ebne Thal im Prettigaueinen See dar. Thonschiefer und schwarzgrauer Kalk-stein mit vielen Kalkspath- und Quarzadern durchzogenist die Felsart in der Klus. Dieser Kalkstein nimmt ge-brannt rothe Farbe an, und zeigt sich gegen die Einwir-kung der Nässe und Luft beym Gebrauch zum Baumör-tel so dauerhaft, dafs er TVetterkalk genannt und zudiesem Behuf weit verführt wird. Thonschiefer undKalkstein herrscht durch das ganze Prettigau bis inden südöstlichsten Theil des Antonytlials, und südwärtsKlosters , wo das Urfelsgebilde beginnt. Der vieleThonschiefer ist die Ursache der Ungeheuern Zerstöh-rungen der Gebirge des Prettigaus ; die Ungeheuernnackten Hörner der Rhaetikonkette, aus Kalkstein beste-hend, sind mit Schutt an allen Seiten bedeckt. Ober-halb Cunters und Serneus ist die Verwitterung desSchiefers so stark, dafs sie von den Einwohnern fauleGebirge genannt werden. Zwischen den Thonschiefer-schichten wittert Bittersalz aus. Der Thonschiefer gehthäufig in PVetzschiefer über, wie bey Gancj , undenthält Nester von bunten Schwefelkiesen, welche fürgoldhaltig gehalten wurden, daher ehedem von einerGoldgrube oberhalb Seewis geredet wurde; auch kamenim XVII. Jahrhundert jährlich einige Männer hieher,welche die Kiese gruben und zu Sand stampften. Ein-zelne Kalksteinschichten haben rothe Farbe , und ent-halten Versteinerungen; z. B. auf der Spitze der Scaesaplana Venusmuscheln. Ueher den Serpentin auf derAlp Casanna oberhalb Cunters und Serneus und deu