P R F T T I G A U.
59
und dann 2 St. bis zur letzten Sennhütte auf der See-tviser - Alp. Lebensmittel mnfs man sich nachtragenlassen. Vor Tage bricht man von dieser Alphütte auf,und geht, im Fall'man dem Schwindel nicht unterwor-fen ist, in grader Richtung nach der Felsenwand ober-halb der Hütte; eine kleine Steinryffene bleibt links,und man besteigt einen hervorragenden Felsenkopf.Ohngefähr eine Viertelstunde lang geht es so steil, dafsman sich mit den Händen anklaromert, während derFufs einen sichern Tritt sucht. Hat man die Höhe derWand erreicht, so sind keine weitere Gefahren zu be-sorgen, und herrliche Wasserquellen geben neuen Muth.Von da gehts allmälig bergan bis zu einer Schneefläche,über welche man in westlicher Richtung y 2 Stunde fort-wandert bis an den Ort , wo sie sich schnell nördlichauf einen Gletscher hinabsenkt; gewöhnlich ist dieserSchnee mit einer unzähligen Menge dahin verschlagnerInsekten aller Art überstreut. Am Ende der Schnee-fläche steigt man über ein Steingerisel aufwärts, undso schwindlich es auch aussieht, so ist doch keine Ge-fahr dabey. Hat man den obern Rand der Felsenwanderreicht, so geht man in östlicher Richtung auf dieSpitze ganz gemächlich hinauf. Gegen N. übersiehtman den Lauf des Rheins bis in den Roden — See, die-sen See mit allen seinen Ufern und Oertern, das flacheLand von Schwaben bis nach Ulm, und die schwäbi-schen Gebirge, in welchen man den Buchauer -See nochdeutlich unterscheiden kann. Von N. nach W. siehtman die Gebirge Appenzells , Toggenburgs, den Wal-