Druckschrift 
2,1 (1823)
Entstehung
Seite
366
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aber ihre Bewegungen in der grüfsten Mannigfaltig-keit und Schnelligkeit kennen lernen will, der mufsdie Kunststücke der indischen Gaukler betrachten,wogegen die europäischen sehr zurücktreten.

Es würde zu weit führen, wenn ich die Bewe-gungen der einzelnen Thiere verfolgen wollte; ichwerde hier daher nur noch einige Worte von derWirbelsäule hinzufügen.

Bei dem Menschen nimmt sie an den Ortsbe-wegungen nur .insoferne Theil, als sie sich etwa,dieselben zu begünstigen, vorwärts oder rückwärtsaeigt; der Hals aber bleibt dabei frei, und unter-stützt und bewegt den auf ihm im Gleichgewichtruhenden Kopf. Bei den mehrsten Säugthieren (dielanghalsigen ausgenommen), ist die Beweglichkeitder Halswirbel viel eingeschränkter, ja bei einigenaufgehoben, bei allen aber tritt das Hinterhaupts-loch viel mehr, als bei dem Menschen, nach .hinten,und erfordert daher, je nach seiner Gröfse und.Stellung, ein immer stärkeres Nackenband (ligamen-tum nuchae), da dies hingegen bei dem Menschenkaum den Namen verdient. Die Beweglichkeit derRückenwirbel ist bei einigen Säugthieren gröfser,so dafs sie den Rücken besonders stark krümmenkönnen. Bei aufserordentlich vielen verlängert sichder Schwanz, und wird den Thieren bald alsGegenstütze (z. B. den springenden), bald alsWaffe, bald als Schutzmittel gegen die Insecten,bald als Hand zum Ergreifen, Yon der gröfstenWichtigkeit.