historischen Museums in Wita, gelesen habe. Wer will be-stimmen, dafs ein Thier mehr Wirbel bekommen hat, da beivielen Thieren, besonders bei Amphibien und Fischen, einegrofse Abweichung in der Zahl der Wirbel herrscht.
C. A. S. SchuLtze, in seinem gehaltvollen Aufsatze: Heberdie ersten Spuren des- Knochensystems und die Entwickelungder Wirbelsäule in den Thieren (Meckel’s Arehiv^IV. S. 329bis 402-), sagt S. 343-, die Zahl der Wirbel sey bei den warm-blütigen Thieren von. der Geburt an stets dieselbe; bei denkaltblütigen sey dies wenigstens nicht durchgängig der Fall, ln*dem bei einigen bestimmt die Schwanzwirbel während desganzen Lebens rcgelmäfsig zunehmen. Er fügt auch in einerAnmerkung hinzu, dafs er die sehr mühsamen Untersuchungendieses Gegenstandes, wenn sie noch mehr vervollständigt sind,ausführlicher bekannt machen werde. Ich bin hierauf sehr be-gierig, und werde sehr gerne, wenn er den Beweis giebt, meineMeinung sogleich fallen lassen i bis dahin zweifle ich aber. DieBeobachtung nämlich, welche ich öfters hei Bandwürmern ge-macht habe (Hist. Etttoz. Vol. I. p. 330.), dafs junge, eilten Zolllange Individuen eben so viele Glieder haben, als andere, die einPaar Ellen lang sind, und dafs wohl keine neue Glieder bei ihnenentstellen, sondern nur die zarten Rudimente sich entwickeln,scheint zu sehr gegen jene Annahme hei höheren Thieren zuSprechen. Die Froschlarve lia't ja aticli eben so viele Wirbel, alsder Entwickelte Frosch, wie Frorlep in einer Anm. zur UeherS.von Cuvier's Vergleich. Anätomie I. B. S. lo3. bemerkt.
Anm. 2- Bei der Stetigkeit und festen Verbindung, dieden Thierkörperh im Allgemeinen gegeben ist, um Kraft UndSicherheit der Bewegung mit Leichtigkeit derselben zu verbinden,ist es allerdings auffallend,’ eine ThierkiasSe zu finden, worinabsichtlich Tlieile des..Skelets so verbunden sind, dafs sie sichäufserst leicht trennen. Dies ist nämlich der Fall bei vielenEidechsen, als Lacerta viridis, agilis etc., bei Cordylus, Geckou. s. w., so wie bei mehreren Schlangen, namentlich unsererBlindschleiche (Anguis fragilis), Wo keine Muskeln die Länge