Ziehungen der Häute, als der äufsern oder Leder-haut, der eigentümlichen Haut des Hodensacks(Dartos), der Gefäfse, t. B. der Pulsadern bei ver-minderter Blutmenge, der Iris, der Gebärmutter,mit einem Wort, aller Theile, die nicht entschiedeneMuskelfasern haben. Auch das Steifwerden derRuthe, das Aufrichten der Brustwarze, so wie dieSpannung (turgor) im Allgemeinen ist hieher zurechnen. r .
Die Muskelbewegung, von welcher alleinin diesem Buche die Rede ist, zeigt aufser den Zu-sammenziehungen eine Oscillation der Fasern,die allen übrigen Theilen des Organismus fremdist, und zwar vorzüglich, doch nicht blos bei denWirbeltieren vorkommt • wenigstens habe ich siebei dem Dintenfisch (Sepia officinalis), und demKalmar (Ldligö vulgaris)- auf das deutlichste undsehr lange gesehen. Anm. 3.
Anm. 1. Man erklärte ehemals gar viele Dinge mechanisch,und auch noch jetzt kann man sich häußg nicht davon los-reifsen, obgleich der Augenschein lehrt, dafs solche Erklärungenfür den naturgemäfsen Zustand fast überall falsch sind. So dachteman sich die Veränderungen der Knochen durch die Gefäfseso stark, dafs sie Halbkanäle oder tiefe Furchen darin bewirkten,obgleich sich hier die Gefäfse und die Knochen zusammenausbilden und daher zusammen passen. Mit eben dem Rechthätte man auch den Vidisclien und Fallopisclien Kanal, undalle Löcher in den Knochen durch die Gefäfse oder Nervenentstehen lassen können, die dadurch gehen. So fand icheinmal einen kleinen Brustnerven mitten durch das Schlüssel-bein gehen, wie immer der Wangennerve (Subcutaneus malae)durch das Wangenbein geht, und dergleichen hat nirgend