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Die Augenärzte schreiben zum Theil den beidenAugenkammern ein verschiedenes Aufsaugungsver-mügen zu, ohne dafs sich jedoch darüber etwasnachweisen läfst. Die zerstückelte Linse kannwahrscheinlich in beiden Kammern von der wässe-rigen Feuchtigkeit gleich gut aufgelciset werden,allein es ist mehr Wasser in der vordem, undinsoferne kann sie es vielleicht der hintern zu- <yorthun.
Anm. Jul. Cloquet (Memoire sur la membrane pupil-laire et sur la Formation du petit cercle arte'riel de l’Iris. Paria1818- 8- t * m Auszug in Dict. Med. T. 46- p- 166 — 69-)nimmt zwei Lamellen der Membrana pupillaris an, welches mirganz fremd ist: denn ich kenne nur die Gefiifse hinter der-Haut der wässerigen Feuchtigkeit und vor der Iris. Es istschade, dafs Cloquet Walter’s sehöne und genaue Abbil-dungen nicht gekannt hat, s. dessen: Sendschreiben von denBlutadern des Auges. Berlin 1778- 4-
Wenn Ribes (a. a. O. S. 654-) und Monfalcon (Dict.Med. T. 37- p. 159.) ihren Landsleuten die Ehre der Entdek-kung der Wasserhaut absprechen und sie Zinn zuschreiben, soüben sie eine seltene Partheilosigkeit aus, die wir aber envie-dern müssen. Zinn hat an jene Haut nicht gedacht, noch vielweniger aber p. 56- seines trefflichen Werks von ihr gesprochen ;er würde wahrlich dann nicht so darüber weggegangen seyn.Es bleibt unbestimmt, ob Demours oder Descemet sie zu-erst dargestellt haben, doch scheint es jener, worüber ich aufPortal’s lehrreiche Histoire de l'Anatomie et de la ChirurgieT. V. p. 227 — 29- verweise, wo auch die Haut nach den’Ansichten beider Schriftsteller abgebildet ist. Bern. Duddell(Treatise of tlie diseases of the horny coat. Lond. 1729- 8* t)soll nur einige verwirrte Ideen darüber gehabt haben. NachDemours und Ribes soll diese Haut auch die hintere Kam-mer auskleiden, wovon ich nichts gesehen habe.