Druckschrift 
2,1 (1823)
Entstehung
Seite
145
Einzelbild herunterladen
 

145

Membran schwingt nämlich nach Savart nicht so stark, alseine minder gespannte; bei starken Tönen mufs also das Pau-kenfell stärker gespannt werden, um die Schwingungen zuVermindern, bei schwächeren hingegen weniger gespannt seyn.

Insofern^. das Paukenfell schon immer in einer solchenSpannung ist, die zum Schwingen hinreicht, ist es sehr wohlmöglich, dafs bei der äufsersten Spannung eine Art von Unbe-weglichkeit und dadurch eine geringere Schwingung eintritt; aufein Erschlaffen von der gewöhnlichen Spannung möchte ichnicht rechnen.

%

Am allerstärksten vyirkt wohl die Kette der Gehörknöchel-chen bei dem Goldmaulwurf; allein dann auch gewifs sehrstark bei dem gewöhnlichen Maulwurf und dem Murmelthier.Bei dem Rinde deutet der verstärkte Apparat auch dahin. Hierist gewifs durch die vergleichende Anatomie noch mancherinteressante Fund zu machen. §. 298-

§. 302 .

In der Paukenhöle ist Luft enthalten, welchein die Zellen des Zitzenfortsatzes sich erstreckt,und mittelst der Eustachischen Röhre mit deräufsern Luft in Verbindung steht, und dadurchstets erneut werden kann.

Man hatte früher der Eustachischen Röhre den

*

Nutzen zugeschrieben, dafs durch sie der Schall indas Innere des Ohrs geleitet werden könne, undberief sich darauf, dafs wenn Menschen, die sonstschwer hörten, einen Stab mit den Zähnen hielten,und ihn auf einen schallenden Körper legten, dafssie nun den Schall gut vernähmen; allein hier wirder durch die Zähne fortgepflanzt. Man beweiset

K

tu