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I. Die Entwickelung des Königs auf strategischem Gebiet.
führung sehr erschwerte. Die Winterquartiere waren eine stehende Einrichtung,darum giebt auch der König Regeln dafür. Waffen, Munition, Ausrüstung,Bekleidung waren wiederhcrzustellen, aber auch die Ergänzung des Heeres mußteerfolgen. Besonders wenn die Winterquartiere in Feindesland standen, griff derKönig hier zu einem höchst energischen Verfahren. Den Regimentern wurdennämlich Kreise angewiesen, ans denen sie sich, theils mit Güte, theils mit Ge-walt zu rekrutiren hatten. „Jeden Creyß snbrspnrtirst er (der General)besonders, und nssiA'uirot solchen, wie es sonst mit denen IlurolliruiiM-6anton8 geschiehst. Wollen die Stände die Recruten selbst liefern, so ist esdesto besser, wo nicht, so gebrauchet man Gewalt. Die Roerntou müssen inZeiten gestellet werden, damit die Ol'ücisrL Zeit haben, solche zu oxoroirouund sie im Stande zu bringen, in den folgenden Frühjahre dienen zu können;Den ohnerachtet aber, müssen die Lnpitnius dennoch auf Werbung schicken."*)Auch für den gesammten Unterhalt des Heeres hatte das feindliche Landaufzukommen.
Die Sicherung der Winterquartiere geschah durch ausgedehnte Postirungen,und der König verlangt das Herbeiführen unbedingter Ruhe für die Truppen.Als Musterbeispiel führt er die Winterquartiere von 1744/45 an. Truchseßhabe das Gebirge von der Lausitz bis zur Grafschaft Glatz, Lehwaldt die Graf-schaft selbst besetzt; zahlreiche Posten bildeten eine lange Kette, hinter der inZcntralstellungen stärkere Unterstützungen standen. „Alle diese IlotnoluMwutswaren durch Verhacke in denen Holtzungen gedeckt, und alle Wege, so nachBöhmen gingen, wurden unbrauchbar gemachet; Auch hatte jeder Uostou seineHusaren, um zu roooAuosoirou . . . Diese beyde deuornls (Truchseß undLehwaldt) bothen sich einander die Hände, dergestalt, daß wenn die Oester-reicher gegen den Ksnoral Truchseß luarolUrtsn, so kam der Osiuzral Leh-waldt, durch Böhmen, den Feind in den Rücken, und so vioo vsrsa . . . Wasdie 0üniii68 derer Quartiere anlanget, welche durch Vestungen 8outöuirotwerden, da verweise Ich Euch auf die Winter-Quartiere des Grafen von8nxs.**) Diese seynd die besten, aber jedermann hat nicht die freye Wahldergleichen zu nehmen, sondern man muß seine 6lmino8 nach den Dorrainmachen, welches man oooupirot.^ Endlich warnt der König davor, dieWinterquartiere früher zu beziehen als der Feind, weil dieser dadurch dieGelegenheit zu Ueberfällen erhielte. „Ich rooomwouäiro deshalb, daß mansich jederzeit dessen erinnere, was den Chnrfürsten Friedrich Wilhelm denGroßen wiederfuhr, als der ^larselml clo Durenuo über Duiiu und Lollort,in dessen Winter-Quartiere im Elsaß, cinfiel."***)
G. P. XX VII. Sl.
Der König sagt in der „lustrnotion" von 1746, die besten Winterquartiereseien solche, die durch eine Reihe von Festungen geschützt waren, wie sie sich z. B. inFlandern fanden. Eben in Flandern bezog Moritz von Sachsen mehrere Jahre nacheinander seine Winterquartiere, die er durch die französischen Festungen bestens deckte.
***) Nachdem der Große Kurfürst im Herbst 1674 zu den Verbündeten auf demlinken Rhein-Ufer im oberen Elsaß gestoßen war, bezogen sie daselbst, Front nach Süd-