8. Schlachtentaktik.
265
Siege.*) Aber dieses Mittel versagte oft; selbst in der Hand sehr ge-schulter Feldherren scheiterte die Schlachtleitung auch in ihren richtigstenGedanken an Zufällen, an nicht vorherzusehenden Hindernissen, an plötzlichen,überraschenden Wechselfällen in dem harten Gefechte nah gegenüberstehender,geschlossen kämpfender Truppen. So wie das taktische Manöver rechteigentlich als das Mittel zum Siege angesehen wurde und die Improvisationim Kampfe selbst für die höchste Aenßernng des Feldherrenthnms galt, soverhehlte man sich nicht, daß darin eine Gewißheit des Erfolges nicht liege,und daß die Sicherung des Schlachterfolges durch geschicktes Verfahren desFeldherren selbst von Fall zu Fall mißlich und nicht unbedingt zuverlässigsei. So sagt Feuquiöres, von Friedrich so hoch geschätzt: „Im rögolutioncio oomliattiw ötant priss, il laut pnsssr nux movons clo l'oxeontsrUV66 8U0668. Do 063 M 056 H 8 168 UN8 8011 t Ä6 prcivo^unoo: pour 168uutr68, on N6 168 tronvs g 116 16 goiir clu oomlinti, 6t 66 8outpourtaut 66NX gni ä^oicie-iit pr68cfU6 toiigoiir <ku 806668^ . . .
Zn den ersten Mitteln rechnet Feuquiöres die Festsetzung der Ordre de Bataille,
Regelung des Dienstverkehrs, die Sorge für den Waffen- und Schießbedarf.
. . . „168 N 10 ^ 6 U 8 cl6 vninora (pui N6 86 P 1 ' 6861 lt 6 ut «PN6 ko gonr eineombat, 8ont t 0 U 8 168 Äva.nta»63 än t6i'i'g,iii; l'okwsrv-itioii ci6 Uoräi'6«ko dataillo gni unia 6t6 äonn6; 80 n oliunAowoiit, 8'il ^ 6n a. n6o688itck.
. . . 168 utt6iition8 8U1- 163 a,vuntkiA68 (pui 86 p»6llV6nt P1'6ncll'6, 8oit 6Notonäant 868 NÜ68, ponr 6NV6koMS1' 1'6NN6Illi, 81 on 16 P61lt, 8oit 6Nles convi'nut, 6t 6N 168 g,88urunt, still cl6 ponvoir 168 ctsAui'ilii' pourkairo NN pkn3 Arsnä otkort 011 Uonnomi psroitrs kb pln8 Isikilo. . .^**)
Wie demnach das Verfahren der Feldherren in jeder Schlacht ganz D,c Ansichtenverschieden je nach Geschick und Glück des betreffenden Führers, je nach^^,°^'^"'Zeit und Ort wechselnd war, so bieten uns auch die Theoretiker eine die Sch,acht,unglaubliche Menge von Mitteln, zu siegen, von taktischen Kunstgriffen,
Aushülfen und Auskunftsmitteln, die dem jedesmal vorliegenden Fallanzupassen waren. So unterschied die damalige Kriegswissenschaft eineUnzahl verschiedener Gattungen, Arten und Abarten von Schlachten,da keine der anderen gleiche.***) Das Unglaublichste darin leistete Lauts Orn?,aber auch Folard ist groß darin, und beide stoßen bei der Besprechung antikerund moderner Schlachten auf eine solche Fülle des Verschiedenen, daß sichdagegen ihr Versuch, die Schlachten in Arten einzutheilen und eine AnzahlMusterbilder zu schaffen, beinahe komisch ausnimmt. Dabei empfand man sehrgut, daß die Menge von Aushülfen für die Schlacht, die die Theorie darbot,der Hinweis auf das Handeln je nach Umständen, von Fall zu Fall, nicht
Bergt. Anhang Nr. 9.
Nemoirss, II t, 177.
Aus den berühmten sieben Schlachtordnungen, die der Römische MilitärschriststellerVegetius aufgestellt hatte, wurden durch die Theoretiker des 17. und 18. Jahrhundertsimmer mehr gemacht.