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2 (1805)
Seite
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Wenn dem Ankauf der Grundstücke Hindernisse,,stige Fvrmalitckten. und Abgaben vieler Art in denWeg gelegt werden: wenn der Besitzer voti Kapita-len erst um die Erlaubniß, ein Grundstück kaufen zudürfen, fuppliziren und diese Erlaubniß theuer bezah-len muß, fo werden freilich Kapitalisten ihre Kapi-tale lieber zu andern Dingen verwenden, oder Wu-cher damit treiben, und dadurch dem Staate schaden.

Ein Land kann sehr reich und wohlhabend seyn,ohne Fabriken und Manufakturen zu besitzen, undwir haben nicht nöthig, entfernte Länder ztim Be-weise aufzusnchen, da wir im eignen Vaterlande eiaBeispiel finden. Oftfriesland ist vielleicht, im Gan-zen genommen, die reichste Provinz des preußischenStaats, und sie ist zugleich die, welche an Fabrikenund Manufakturen die ärmste, ist (wenn man Nen-Preußen ausnimmk). Die Bewohner dieses reichenLandes müssen eine große Menge Fabrikwaaren vomAuslande kaufen, und fein Reichthum nimmt lischtab, sondern nimmt vielmehr zu; wenn die Regierunghier durch künstliche Mittel Fabriken etabliren wollte,fo würde sie erst das Land ärmer machen müssen.Die Kultur des Bodens und die unentbehrlichstenGewerbe der Einwohner geben hier so viel 'Gewinn,daß der gemeine Tagelöhner 12 Er., Gr.' bis1 Nthlr. täglich verdienen kann; die Fäbrikarbei't,Spinnen, Weben re. ist durch die immer mehr ver-breitete Konkurrenz aller kultivitten Staaten, idrirchdie großen Begünstigungen der Regierungen'' unddurch die unnatürliche Vermehrung der Mensche'n-klassen, die sich durch sie ernähren wollen, 'si,ohl-feil geworden, daß in Ostfriesland keine Kapitaleund keine Arbeiter zu fo ärmlichen Gewerben zu er-halten sind. Wollte man nun durch Ausfuhrverbote

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