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2 (1805)
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Wenn der preußische Staat durch hohe Einfuhr-zölle die Einfuhr fremder Waaren selbst vermindert,so vermindert er auch die Ausfuhr und dadurchden Wert und die Reproduktion seiner eignen,denn keine Nation wird nur immer kaufen, ohne zuverkaufen. In einem großen Staate wird sich dieAusfuhr und die Einfuhr trotz aller vermeintlichenBeförderungs- und Verhinderungsmittel immer ba«lanciren, und unsre gezogenen Handelsbalancen wer-den nimmermehr das Gegentheil beweisen, da sie ent-weder nur auf Schätzungen beruhen, oder nur dieGüter und den Wert ausführen, welche bei den Zöl-len als aus- oder eingeführt angegeben wordenfind. Alle Einfuhrzölle vermindern schon an sichdurch die Hindernisse, welche sie dem Handel und derAusfuhr in den Weg legen, das Nationaleinkommen;aber auch als Steuer für die Staatsbewohnec selbsthaben sie eben die Wirkungen, welche oben im All-gemeinen angegeben worden find: sie fallen auf denallein zurück, welcher achtes Einkommen genießt, unddieser muß nicht bloß die Steuer, sondern alle aufdem Wege bis zu ihm vorgesallenen Kosten, Zusätzeund Gelözinfen mit dieser Steuer bezahlen, und eben.so, wie bei dem kleinen Handel der Dhaler Accise,welchen der Kaufmann auölegte, für die einzelnenKonsumenten bis zu 12 Rthlr. erhöhet werden kann,so wird' dies auch bei de» Zollabgaben geschehen.

Die Durchfuhrzölle sollen ursprünglich nicht dieUntcrthanen deS Staates besteuern, in dein sie ange-legt sind, sondern die Ausländer, welche den Staatzu ihrem Handel mit andern Nationen als Mitteloder als Straße gebrauchen. Verschiedene Provinzendes preußischen Staats haben eine solche Lage gegenandre benachbarte Staaten, daß sie aus dem Durch-

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