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2 (1805)
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Erfahrung nicht das Räsonnement, welches die Ein-fuhrzölle dem Handel für schädlich hält, am kräftig-sten widerlegen?

Wenn man bei ftaatswirtfchaftliihen Betrachtun-gen das Verfahren eines Staates mit dem Verfah-ren eines andern vergleichen, und einen Staat fürden andern gleichsam als Muster aufstellen will, somuß man nothwcnöig darthun können, daß beideStaaten in ganz gleichen Verhältnissen sind; da diesaber wirklich nicht von zwei größern Staaten in derWelt dargethan werden kann, so werden auch solcheVergleichungen nie genügend ausfallen können. Ichhabe mich schon an einem andern Orte darüber er-klärt, daß das englische Steuersistcm auf den preußi-schen Staat gar nicht angewendet werden könne.England ist durch seine Lage, durch seine politischenVerhältnisse und durch seine StaatSbedürfniffe ge-zwungen, ein Steuersistcm einzusühren, das die Na-tion schon längst zur Verarmung gebracht habenwürde, wenn ihr nicht durch ihren Handel so großeReichthümer zuflössen, deren Zufluß gegenseitig durchdie so hohen Steuern, welche eius der Zirkulationund aus den Gewerben liegen, möglich gemacht undgesichert wird. Es wird gewiß Niemand leugnen,daß sich die Gewerbe und der Handel Englands nochweit besser und blühender befinden würden, wenngar keine Steuern auf der Zirkulation und nament-lich aus dem Einsuhrhandel lägen, uUd wenn demonerachtct die Negierung an die Beförderung undBeschütznng des Handels und an die Herrschaft überdie Meere so große Schätze und Kräfte verwendenkönnte. Man darf nicht das in einem Staate.noth-wendig gewordene Übel als eine nützliche Einrichtungfür einen andern Staat empfehlen.