Druckschrift 
2 (1805)
Seite
467
Einzelbild herunterladen
 

scheu, als daß sie durch künstliche Mittel und Ver-anstaltungen ansgehoben werden könnte;' io Millio-nen Morgen tragbares Land sind sür den preußischenStaat keine unbedeutende Kleinigkeit,* und' wenn derMorgen nur zu 5 Rthlr. jährlichen Totalerkrag ge-bracht wird, so wird die Änderung dieses Verhält-nisses das jährliche Nationaleinkommen um 50 Mil-lionen Thaler vermehren.

Oie Furcht, daß der Preis des Holzes zu hochsteigen würde, wenn auch nicht wirklicher Holz Man-gel entstünde, bedarf noch einer nähern Betrachtung.Man macht sich von dem wahren Verhältniß desHolzes gegen andere Früchte des Bodens, oder vondem wahren Wert des Holzes in solchen Gegenden,wo dessen Anbau ganz frei betrieben wird, häufigzu hohe Begriffe, und glaubt, daß dieses Bedürsnißmit dem Einkommen der Holzkonsumenten dann garnicht mehr im Gleichgewicht bleiben werde; aber egdarf nicht vergessen werden, daß die Kosten bei demAnbau des Holzes weit geringer sind, als bei demAnbau andrer Früchte, und daß der Totalertrag ei-ner Holzung sich zu dem reinen Ertrage wie 2 zu 1,wie 3 zu 2, wie 4 zu Z, wie 3 zu oder für denletztern noch günstiger verhalte, wenn der Totalerkragdes Ackerbaues sich zu dem reinen Ertrage (ohne Ab-zug der Aussaat und des Futters sür Zugvieh) wie3 r zu 1, wie 4 zu l, ia oft wie 3 zu i verhält.

Wenn ein Stück Weizenacker jährlich Zo Rthlr. To-talertrag bringt, so wird der reine Ertrag desselbennach Verschiedenheit der Umstände 6 bis 8 Rthlr.seyn; wenn ein Stück Holzland jährlich Zo Rthlr.Totalertrag bringt, so wird der reine Ertrag dessel-ben 13, 20 bis 2g Rthlr. seyn. Dieses günstigeVerhältniß des Holzbaues gegen den Getreidebau

Gg 2