Druckschrift 
2 (1805)
Seite
468
Einzelbild herunterladen
 

468

wird gewiß hinreichen, den Preis des Holzes nichtzu einer vielen so furchtbar scheinenden Hohe zusteigern.

Überdies wird in den großen Städten, wo mandoch auch in der Regel die mehresten Klage» überHolztheurung hört, das Steigen des wahren Wertsder Brennmaterialien gar nicht so groß und fühlbarseyn, da hier die Hauptausgabe aus die Transport-kosten fällt; und wenn der Preis der Klafter Holzin Südpreußen, von woher ste nach Berlin trans-portirt wird, doppelt so hoch steigt, so wird in Ber-lin diese Steigerung unbedeutend seyn. Wenn manhier die Klafter Buchenholz mit 7 Rthlr. bezahlt,deren wahrer Wert im Walde 12 Gr. ist, so wirdder hiesige Preis, der dort noch einmal so hochsteigt, nur um /;tel des Ganzen, oder zu 7 Rthlr.12 Gr. erhöhet werden.

Wenn wir über die Theurung irgend einerWaare urtheilen, so findet doch kein andres Maaßbei diesem relativen Begriffe statt, als das Verhält-niß seines Preises zu den Preisen aller übrigen Maa-ren, und unser Räsonnement ist leeres Geschwätz.. wennwir die Theurung einer Waare isolirt von den Prei-sen anderer Waaren beweisen wollen. Welcher Menschist wohl im Stande, das richtige Verhältnis; in denPreisen aller Produkte des Bodens, oder den wahrenWert derselben zu bestimmen, wenn er nicht die Na-tur zu Rathe zieht; sie allein bestimmt an einem je-den Orte und zu ieder Zeit das richtige, das heißt,das natürliche Verhältnis in dem Preise der von ihrden Menschen geschenkten Güter; aber die Menschenwollen an diesem Verhältnisse künsteln, glauben ihreRegeln über die ewigen Regeln der Natur erhaben underschaffen künstliche Verhältnisse und künstliche Preise.