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2 (1805)
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die Vorteile der industriösen Klassen, und der Wohl-stand der Prediger wächst mit dem Wohlstände derKirchspiele; sie besitzen außer ihrem bestimmten Ge-halt, der vorzüglich auf den Dörfern häusignur in einer Kleinigkeit besieht, noch steigende undfallende Nebeneinkünfte, die sie durch Fleiß und pünkt-liche Erfüllung ihrer Pflichten zum Theil vermehrenkönnen.

Es giebt in vielen Gegenden des preußischenStaats Prediger, deren jährliches Einkommen anGetreidedezem und Holz durch den gestiegenen Werkdieser Produkte beträchtlicher geworden ist, als dagEinkommen vieler andern besoldeten Offizianten, undwenn in Preußen viele Landgeistliche 200 bis ZoaScheffel Roggen und eben so viel Gerste- oder Ha-ber-Dezem erhalten, und dabei noch rs. L. ic> bis20 Hufen Land besitzen, so find diese wol mit Rechtzu den wohlhabendsten der besoldeten Klasse zu rech-nen, wenn auch ihre Besoldung und Nebeneinkünftegar nicht in Anschlag gebracht werden.

Die Schullehrer im preußischen Staate werdenan den mehresten Orten nach einem weit geringerenNraaßstabe besoldet, als die übrigen Stände der be-soldeten Klasse, und namentlich als die Prediger undkatholischen Geistlichen. Das Verhältniß der Schul-lehrer zu den Predigern, vorzüglich auf den Dörfern,macht in ökonomischer Hinsicht noch einen großenAbstand zwischen diesen beiden Klassen, und das fürdie Schullehrer so nachtheilige Verhältniß stammtmehrentheils noch aus den Zeiten her, wo der Schul-unterricht als eine Nebenbeschäftigung der Geistlichenbetrachtet wurde. Da die letzter» in ältern Zeitendurch ihre Reichthümer nachlässig und bequem ge-macht wurden, so schassten sie sich auf ihre Kosten