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Kampfes der Vorurthcile geliefert, und die preußi-sche Staatsgcfchichtc kau» uns manche Beispiele derArt liefern, welche freilich hier nicht fo laut gewor-den sind.
Der zweite Grund, der die arbeitenden besolde-ten Klassen zu Klagen und zur Unzufriedenheit mitihrer ökonomischen Lage bringt, ist von der Naturunserer Rcgierungssisteme unzertrennbar, und hak aufdie übrigen Klaffen im Staate weniger Einfluß.
Da der wahre Wert einer jeden verkäuflichenSache, also auch einer jeden Arbeit', nur durch freieKonkurrenz bestimmt wird, bei den Amtsarbeite» aberkeine Konkurrenz statt finden kann, indem alles nacheinem einmal festgesetzten Maaßstabc bezahlt wird,so glauben viele Staatsoffizianten, daß sie für ihreArbeit und Dienste nicht so gut bezahlt werden, alssic es verdienen. Die industriösen Klaffen könnendiese Klage nicht Vorbringen, denn bei ihnen entschei-det die Konknrrenz genauer, als es alle Gesetze ver-mögen, über de» wahren Wert ihrer Arbeit; undder Handwerker, der feine Arbeit gut macht, wirdüberall besser bezahlt werden, als der, welcher sieschlecht macht. Die Arbeiten der besoldeten Klassehaben einen Monopolpreis und müssen ihn haben,da sie nicht dem Minöestforöernden überlassen wer-den können; indem nun diesen Arbeiten ein Ber-glcichungspunkt fehlt, der eine Art von Verhältnisderselben mit der Bezahlung begründete, so legt derBesoldete freilich in der Regel seiner eigenen Arbeitmehr Wert bei, als den Arbeiten anderer Menschen,und er schlägt seine Dienste nach einem 'beliebigenMaaßstabe, aber in .vielen Fällen gewiß zu einemhöher» Preise an, als die freie Konkurrenz ihnengeben würde.