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NM von Verständigen das Lob wiederfah-ren, welches sle mit ungegründeken Aufla-gen nimmermehr erhalten können. DieRegel stehet im Reiche der Wahrheit feste:Man soll nicht eher etwas tadeln, bis mancs bester machen kan. Wer es aber bessermachen kan, der wird den andern zu tadelnnicht verlangen, Denst wer strebet nach ei-nem geringen und öffters nur vermeintenRahms, der einen grosseren und wohlge-gründetcn haben kan? Es sind armsecligeSeelen, die durch Verkleinerung fremderArbeit Lob zu erjagen gedencken! Einen je-den muß seincigenWerck loben.
§- 8 .
Er will Absonderlich aber werde ich auch z. mitEinwürff« LufldieVcantwortung gemachterEinwurffebeanlwor-vornehmen, wenn sie auf eine anständigeAn.dieuiit Art vorgebracht werden,das ist, ohneVit-kerkeit und mit Bescheidenheit, wie sichSvorge« verständigen und tugendhaften Gemüthern
bracht geziemet. Denn wie Verstand, Gclchr-
rverben. samkeit und Tugend mit einander verknüpftseyn sollen ; so ist es auch eine nicht geringeSchande, wenn man sich in Sitten dem ge-ringsten Pöbel glerch stellen will, von demman sich doch durch den Verstand zu äitiiri-Kuiren vermeinet. Und ist es meines Er-achtens ein grösseres Lob,seine Affekten mas-sigen,und in seinem Vornehmen sich tugend-haftst bezeigen können, als wenn man noch
so