Das 6. Lap. Von GOtt. 669
ist (Z. 902.); so ist auch GOTT einGeist, und zwar da sein Verstand (§.
966.) und sein Wille der allervollkommcn-ste ist (§. 985.) , der allcrvollkommcnsieGeist.
§. KI84. Endlich, weil dieser einige BOtt^nd dergütig (§. 106 g.), aber auch zugleich weise ist(H. !L>z6.); so kan er bey seiner höchstenGüte die Regeln der Weißheit niemahlsbey Seite setzen. Die Gütigkeit, welchenach den Regeln der Weißheit sich richtet,ist dasjenige, was wir Gerechtigkeit nen-nen: wie ich auch anderswo weitlaufftigerauSgeführet(tz. 1022. kolor.). Es ist alsoGOTT auch gerecht, und zwar, da er so-wohl den höchstenGrad derGüte (H. 106 gals der Weißheit (§. 1048.) besitzet, mußer auch den höchsten Grad der Gerechtigkeithaben. Wer demnach verstehet, was vonGOttes Güte und Weißheit gesaget wer-den, der brauchet von der GerechtigkeitGOttes keinen weiteren Unterricht: dennz.E. wenn er zu wissen begehret, ob GOTTdas Böse bestrasfe und das Gute belohne ;so lasset sich solches aus diesem Grundegleich ausmachen. Denn da der Menschdurch seine böse Handlungen seinen und an-derer ihren Zustand unvollkommener macht(§. 426.); so kan er keinen Gefallen daranhaben (§. 417.) und muß dieselben hassen
(§. 4-5-