666 Das 6. Lap. Von GOtt.
7;;.). Die Einschränckungen dieserKraft find i. daß die Seele nur diese undkeine andere Welt varstellet: 2. daß dieseVerstellung sich nach dem Zustande ihresLeibes richtet, und sie daher nur wenigeDinge klar,weniges in ihnen deutlich, undzwar eines nach dem andern vorstellet.Wenn man demnach diese Einschränckun-gen weglaffet, und dannenhero für die ei-ne Welt alle Welken setzet, wenn man fer-ner die Deutlichkeit auf alles ziehet, was inihnen befindlich ist, wenn man endlich dieZeit weglafset, damit alles auf einmahlvorgestellet wird; so kommet die Krafftheraus, welche alle Welten auf einmahlin völliger Deutlichkeit varstellet, das istdas Wesen GOttes oder der erste Begriffvan ihm, daraus sich das übrige herleitenlasset (§. 1067.). Auf eine gleiche Wei-se kan man es mit den übrigen Eigcnschaff-tcn versuchen.
^ §. 1078. Und hieraus verstehen wir,
von^GOtt ivarum es möglich ist, daß wir durch die Er-möglich käntniß unserer Seele zu den Begriffen vonsisd. dem Wesen und den VollkommenheitenGOtteS kommen können. Nehmlich, es ge-het deswegen an, weil wir eine figürliche Er-käntniß haben (tz. z 16.), dadurch wir voneinander trennen können, was in der an-schauenden Crkäntmß bey einander und in