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Das 6. Lap. Von GOtt. 66Z
Vcreitschafft sey aus eines andern Glückein merckliches Vergnügen zu schopffen, undalso in der Thal nichts anders als eine Freu-de über anderer ihr Glück. Ich habe aberzugleich erwiesen, daß sie aus Vorstellungdes Guten entstehe, was wir bey einem an-dern wahrnehmen. Wir finden nun auchbey GOtt eine Vorstellung der Vollkom-menheit,deren dieErcatur fähig ist (§.964),und also eine Vorstellung des Guten, so ihrmitgekheiletwerden kan (§. 422.). DieseVorstellung erwecfck bey GOtt Vergnü-gen darüber (tz. 1265.). Da nun diesesVergnügen bey dem Menschen der Affect-er Freude ist (§. 446.); so kan ich sagen,GOtt freue sich über das Gute, was in derEreatur angetroffcn wird. Und da mmdie vorher erkante Vollkommenheit GOttbewogen hat, sie zur Würcklichkeit zu brin-gen (§.9; l.); so kan ich sagen, GOtt sey be-reit, sichern dem Glück der Creatur zu ver-gnügen. Und in soweit kan ich ihm auchdie Liebe bcylegen. Wer demnach dieses be-drucket, und dabey auf dasjenige wohl achthat, was im vorhergehenden von GOtter-wiesen worden, der wird bey einem jedenAffecte etwas ähnliches finden, so er ohneVerletzung seiner Vollkommenheit GOttzueignen, und unter dem Nahmen des Af-fektes ohne einigenAnstosi ihm beylegen kan:
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