650 Das 6. Lap. Von GOtt.
muß. Man sichet aber ohne mein Erinnern,daß hier bloß von den natürlichen Vcr,änderungen die Rede ist (§. 6z O. 757.)und demnach dem/enigen dadurch kein Ein«trag geschiehet, was GOtt in dem Reicheder Gnaden entweder für Veränderungenin der Seele, oder durch Wunder-Werckein der Natur hervorbringct, als welcheskein Welt-Weiser aus der Vernunft aus«führen kan.
GOttträ» §. iO)6.Weilnund!eEinschränckungeng«t nichts der Dinge nicht nöthig haben von GOTT^UurUii' erhalten zu werden (§. ro;s.),indem sie durchniendcit' ^ie Dinge bestehen, die eingeschrancketsindzum Ucbrl und nicht für sich: über dieses die Einschrän«undBöftn ckungen nicht nach GOttcü Willen in dieDinge gebracht werden, sondern schon demWesen derselben, wie es im Verstände GOt«teS vorgestcllet wird (§.97;.) für sich anhan«gen, die Unvollkommenheiten aber aus ih,ren Einschranckungen Herkommen, als z. E.Unwissenheit aus dcrUnvollkommenheit desVerstandes ; so erzeiget sich also die erhal«tende Krasst GOttes bey den Unvollkom«menheiten der Dinge keincsweges würck-^ sam, und sind dieselbe nicht ihm, sondern al«lein den Dingen selbst zuzuschreibcn. Daillin alles, was wir Uebel und Böse nennen,ans den Einschranckungen der Dinge her,stammet; so hat GOtt den dem Uebel und
Bösen