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Dass. Cap Von GGtt. 649
aus der Kraft, diesie durch GOtkes Wür-ckung erhalten. Nehmlich, die Würcklich-keil dieser Kraft ist ohne GOttcS Würckungnicht begreiflich, als die für sich keine Noth-Wendigkeit hat: allein, die Veränderungensind ohne GOtteSunmittelbahre Würckungdurch ihr Wesen und ihre von GOtt erhal-tende Kraft begreiflich. Ich will es durchein Glcichniß erläutern. EineUhr ist au«Rädern und andern Theilen zusammengesetzet, welche insgcsammt aus einer ge-wissen Materie bestehen. Die Materiewird in ihrem Zustande durch die Natur er-halten: denn ohne die umstehende Eorperwürde dicseMaterie nicht bey einander in ih-rem Raume verbleiben. Hingegen der Uhr-macher hat sie zusammen gesetzet, und in dieseOrdnung gebracht, daß die verlangte Be-wegungen daraus erfolgen: zu diesem letzte-ren traget die Natur nichts unmittelbarbey. Wie sich nun hier die Würckung derNatur bey der Uhr verhält; so verhalt sichauch die Würckung GOtteS bey der Natur.Er bringet hervor was fortdaurendeS undfür sich bestehendes in der Crcatur ist; dieVeränderungen aber, die sich mit ihr ereig-nen, kommen aus ihrem Wesen und aus ih-rer Natur. Und hieraus begrcisfet man,was in denen Dingen GOTT znznschrei-ben ist, und was man der Natur zueignenSs § muß.