640 Das 6. Lap. Von GOtt.
ten Willens thun, waö sie können, und sichnicht bekümmern, was andere dazu sagen, ^
brauchet, das ist, anders brauchet, als es dieRegeln der Weisheit erfordern. EinVer» D"
ständiger verlanget nicht zu thun, was seine N'A
Macht vermag, wenn es nicht der Weis- Kzed
heit gemäß ist, aus eben den Ursachen, dieich setzt bald von GOtt anführen will. hmdilWunder» §. 1040; Man erkennet hieraus zu- disaj
Merck« gleich, daß zu Wunder. Wercken wem» mch
s"'s 3 ^^ göttliche Kraft erfordert wird als zu ). i!
ür«s als' natürlichen Begebenheiten. Denn Wun» likL»!
nakürlich« der-Wercke erfordern bloß GOtteS Macht Nch
Beg-be«. und Erkäntniß eines Dinges: hingegen Zlizh
Heiken, natürliche Begebenheiten erfordern GOt»
tcs Allwissenheit, dadurch er ein jedes mit M»,allem in der Welt verknüpffet (§. 972.), Mseine Weisheit (§. ioz6.), und auch sei»ne Älacht (§. io2o.). Und bannenhe»ro haben diejenigen Lehrer der Kirchen dWnicht unrichtige Gedanckcn gehabt, welchebehauptet, die Wunder in der Natur,die sich darinnen täglich ereignen, das ist,die ^
natürlichen Begebenheiten waren viel gr
die ihnen nicht schaden oder sich ihrem imer- ^eile entgegen setzen können. Wir ftelletcnuns GOtt auf eine seinem Wesen sehr unan-ständige Art vor, wenn wir ihn mit einemKönige vergleichen wollen, der aus Un- Everstände und Affekten seine Macht miß»