und eines Geistes überhaupt. 475
nen Grund sie zu verwerfen: denn es istnicht glaublich, daß GOtt auf widerspre-chende Gründe die Natur gebauet. Und werwolte sagen, daß eine körperliche Kraft ausdem Leibe in die Seele gienge, und darinnenj, einegeistliche verwandelt würde, und hin-wiederum eine geistliche Kraft aus der See-le in den Leib träte, und darinnen zu einerkörperlichen würde?
§. 76 g. iHre/tt, hat cs zuerst gethan,und danncnhero auf eine andere Weise zuerklären gesucht, wie Leib und Seele mireinander eine Gemeinschaft haben können.Weil er alle Hofnung fahren lassen, daßman es auf eine verständliche Art erklärenkenne; so hat er vermeinet, man könne insolchen Fällen, wo das Wesen und die Na-tur der Dinge nicht mehr zurciche etwas zuerklären, ohne Tadel unmittelbahr in GOt«tcs Willen die Ursache suchen. Derowegenist er auf die Gedancken gerathen, daß wederder Leib durch seine Bewegungen die Em-pfindungen in der Seele, noch diese durchdie Kraft ihres Willens Bewegungen inden Leib Hervorbringen könne, sondernvielmehr Gr) TT durch Veranlassungder Bewegungen im Eörper Gedancken inder Seele, und hinwiederum aufVeranlas-fung der Seele mit ihrem Wollen Bewe-gungen in dem Leibe hervorbringe, indemer cmmahl ein Gesetze gemacht, baß, so ofte
die
Verände-rung vonder Ge«meiufchastdes Leibesmit derSeele.