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Vernünfftige Gedancken Von Gott, Der Welt und der Seele des Menschen, Auch allen Dingen überhaupt
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474 L.s.Von denr Wesen -er Seele

sich hak, indem keine Bewegung ohne einengewissen Grad der Kraft scyn kan, als wel-cher theils von der Geschwindigkeit der Be-wegung, theils von der Menge derMaterie,die mit einander nach einer Richtung bewe-get wird, herrührct, wie sichs zur Genüge inder Erfahrung zeiget; so entstehet eine neueKraft, die vorher nicht in der Welt war.Und also wird wider das Gesetze der Naturdie Kraft in der Welt vermehret. Glei-chergestalt, wenn der Leib in die Scelewür-cket; so bringet eine Bewegung einen Ge«dancken hervor. Da nun nach diesem dieBewegung aufhöret, ohne daß daraus eineneue Bewegung in einem andern Theile derMaterie entstünde; so höret eine Kraft auf,die vorher in der Welt war. Und also wirdwider das Gesetze der Natur die Kraft inder Welt vermindert. Hieraus ist klar,daß die Regeln der Bewegung,nach welcherdie Veränderungen in der Natur geschehen,haben wollen, es soll immer einnerley Kraftin der Natur erhalten werden: hingegen dieWürckung der Seele in den Leib und desLeibes in die Seele erfordert, daß nicht im-mer einerlei) Kraft in dcr Narur erhalten,sondern ste vielmehr der Seele zu Gefallenbald vermehret, bald vermindert wird.Weil demnach die Würckung des Leibesund der Seele in einander der Natur zu-wider ist (§. n.); so hat man genügst

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