472 L. 5 - Von dem Wesen derSeele
sen des Leibes hervorbringe, wodurch derLeib dasjenige ausführet, was die Seele ha-ben will, Ja,einige eignen derSeele auchwohl gar eine verborgene Kraft zu, den Leibzu bewegen. Und diese Meinung, welcheder gemeine Mann hat, ist auch lange Zeitunter den Welt-Weisen im Schwange ge-gangen, obwohl heute zu Tage wenige ihrbeypflichten. Man hat aber diese Wür-ckung der Seele in den Leib und des Leibesin die Seele einen natürlichen Einflußeines Dinges in das andere genennet, unddaher behauptet, die Gemeinschaft des Lei-bes mit der Seele gründe sich auf einen na-türlichen Einstuß eines Dinges in das an-dere. Daß man diesen Einfluß der Seele inden Leib und des Leibes in die Seele wederbegreiffen, noch auf eine verständliche Arterklären könne, hat man leicht zugegeben:allein man hat vermeinet, er sey in der Er-fahrung gegründet. Da ich aber schon oben(§. 529. ;Z4> ;g6. dargethan, man könnedurch die Erfahrung nicht erweisc<!, daß derLeib in die Seele, und die Seele hinwiede-rum in den Leib würcke; so kan man nichtanders sagen, als daß der natürliche Einflußder Seele in den Leib und des Leibes in dieSeele ohne allen Grund nur für die langeWeile angenommen werde.
Würckimg §. 762. Weil die Würckung derSeeleder E<»1e. in den Leib und dsö Leibes in dirSeelesich
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