und eines
Geistes
überhaupt
459
und auf solche Weise bedrucken wir zugleich,daß wir ihn forthin gehabt. Und also brin-get das Gedachtniß und Ueberdencken dasVewustseyn hervor (§- 733 - 734 .).
h. 7z6. Weil solchergestalt verschiedenesin der Seele nach einander Vorgehen muß, Jeder Ge-wenn sie sich eines Dinges bewust seyn soll (§. danck hak7z;.); so wird zum Bcwustseyn Zeit krfor-dert (§. 94.). Da nun unsere Gedancken b;«.Veränderungen der Seele sind,deren wir uns ^bewust sind (§. 194.); so geschiehek ein jederGedancke in der Zeit, oder ein jeder Gedanckehat seine abgemessene Zeit.
H. 7Z7. Da nun aber eine Zeit grösser Warnt»feyn kan, a!s die andere; so kan auch ein Ge, Gedancke»dancke länger Dauren, als der andere. Und eine Ge-daher eignet man den Gedancken eine Ee- kchwindig-schwmdtgkeir zu , und kan also ein Ge- ^dancke geschwinder seyn, als der andere.
Nehmlich wie man die Geschwindigkeit inder Bewegung aus der Länge der Linie be-urtheilet, durch welche sie sich in einer gege-benen Zeit beweget; also beurtheilet man die» Geschwindigkeit der Gedancken aus derLäng? der Zeit, welche sie dauren. Unddieses hat einige verleitet, daß sie die Ge-dancken für eine Bewegung einer subtilen> stutzigen Materie gehalten; sie haben abernicht erwogen, daß das übrige, was über-! Haupt bey jeder Bewegung anzutreffen ist,
! bey den Gedancken nicht angekroffm wird.
! Es