456 L 5 » Von dem Wesen -er Serk
bewust sind. Denn sollen wir uns dessenwaS wir durch unsere Sinnen erkennen, be«wüst seyn; so müssen wir den Unterscheid des»serngen, was wir in ihm wahrnehmen, be»mercken, ja auchdieSache, diewirdadurcherkennen, von andern Dingen zugleich un,terscheiden (§. 729.). Allein sowohl dieVorstellung der Dinge, als auch (welchesnock klarer zu seyn scheinet) dieses Unterschei«den ist eine Würckung der Seele, und wirerkennen demnach dadurch den Unterscheidder Seele von denen Dingen, die sie sich vor«stellet, und die sie unterscheidet. Uyddem«nach sind wir uns auch unserer bewust (§.729.). Die Erfahrung stimmet mit dem,was ich gesaget, überein. Denn wenn wiran die Wnrckungen der Seele nicht geben»cken, die sich in ihr ereignen, und uns da,durch von denen DingeN, die wir gedencken,unterscheiden; so sind wir uns auch unserernicht bewust, und wenn uns alsdenn jemandfragen solle, ob wir uns jetzund unserer be«wüst waren, würden wir ihm keine andereAntwort geben, als, wir hatten jetzund nichtan uns gedacht. Will man nun weiter un«tersuchen, was denn jetzund gefehlet, da wiran uns selbst nicht gedacht haben, und sonstzugegen ist, wenn wir an uns selbst geben,cken; so werden wir nichts anders finden,als daß wir nicht die Würckungen unsererSeele, und dadurch den Unterscheid unserer
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