Druckschrift 
Vernünfftige Gedancken Von Gott, Der Welt und der Seele des Menschen, Auch allen Dingen überhaupt
Seite
389
Einzelbild herunterladen
 

^ Das 4. Cap. Von verwelk, zttv

^ gebenheit geändert, die sonst anders scynwürde.

§. 6zy. Und diese Aendernng hak gar Wie viel^ viel zn sagen. Denn wenn die geringste

Begebenheit in der Welt geändert würde; !^ed«u»so mnstc künftig immer etwas anders kom- Hut.^ men, als jctzund kommen wird, daß der-Hw künftige Theil der Welt nicht mehr der blei-AG ben würde, der zu dieser Welt gehöret. Danun ein Wunder-Werck eine BegebenheitmjÄ in der Welt ändert (§.6g8.); so mußda->« durch die gantze künftige Welt geändertä»m werden, wenn nicht durch ein neues Wun-der-Werck die dadurch eingerissene Unord-nung wieder gehoben und alles in denStand gesetzet ivird, wie es würde gewesenGl,'« scyn, wenn das Wunder-Werck nicht ge-schehen wäre. Unser Gleichniß von der Uhr:n kan die Sache erläutern. Wenn der Zeiger,„2 von aussen verrücketwird; so gehet die Uhrnicht mehr, so lange als sie lauffet, wie siewürde gegangen seyn,wenn der Zeiger nichtwäre verrücket worden. Ja, diese Verän-ssii« derung würde immer fortdauren, wenngleich die Uhr ewig forkgienge. Hingegen,wolte ich haben, daß sie wieder,wie vor, gien,ge; so müste ich den Zeiger wieder zurücke,^..v ziehen,bis crso zu stehen käme, wie er würdezn der Zeit gestanden seyn, wenn er nicht wa-s,. re verrücket worben. Da nun die Bcwe-gung des Zeigers von aussen einem Wun,

' Vb z der-