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Vernünfftige Gedancken Von Gott, Der Welt und der Seele des Menschen, Auch allen Dingen überhaupt
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was wir von ihr wührnehmen. 121

§. 219. Ich sage, unsere Gedancken, die Wie flchwir von den gegenwärtigen Dingen ausser unsereuns haben, richten sich nach unserem Leibe:wie dieses geschiehst, ist etwas deutlicher;» jhchbemercken. Es ist eine Sache, die wir leicht re.wahrnehmen, wenn wir darauf acht haben.

Die Corper ausser uns verursachen eineVeränderung in unseren Gliedmassen, diewir in den Gedancken von der Natur unddenen in der Welt sich ereignenden Verän-derungen erklären wollen, und so bald diesevorgehet, sind wir uns dessen, was sic verur-sachet , als ausser uns bewust. Es dienetzur Erläuterung, waö ich von dem Sehen inmeinen Anfangs-Gründen derOptick geleh-ret (§. 22. L l'sgg.). Ich habe daselbstsowohl aus dem Baue des Auges, als durchuntrügliche Proben gezcigct, daß die kör-perlichen Dinge, so dem Auge in einer gera-den Linie entgegen gesetzet sind, sich hintenim Auge abmahlen, und wir uns derselbenausser uns auf eine solche Art bewust sind,wie das Gemählde im Auge beschaffen.Nehmlich wenn das Gemählde im Augedunckel ist; so sind auch unsere Gedanckendnnckel. Wenn jenes klar ist; so sind auchdiese klar. Ist jenes deutlich; so sind auchdiese deutlich. Ist es undeutlich; so sindunsere Gedancken auch undeutlich. Undaus diesem Grunde werden alle Regeln her-geleitet, die bey dem Sehen in acht genom-H 5 men