was wir von ihrwahrnehmen. m
bewust, was ich sehe, kan ein jedes erkennenund von andern unterscheiden. Deswe-gen sage ich, daß meine jetzige Gedanckenklar sind.
§. 199. Hingegen wenn wir selbst nicht Was t-mr»recht wissen, was wir daraus machen sollen, ckele Ge-was wir gedcncken; so sind unsere Gedan- ^ncken.cken dunckel. Z. E. Ich sehe auf demFelde von weitem etwas weisscö, weiß abernicht, was ich daraus machen soll, indem icheinen Theil von dem andern nicht recht un-terscheiden kan; so ist der Gedancke, den ichdavon habe, dunckel.
§. 2oc>. Die Benennung ist von dem WoheeGesichte genommen worden. Denn wir diese Be-nennen ein klares Gesichte, wenn wir "E'>nu»gwohl unterscheiden können, was wir sehen:und hingegen ein dunckeles Gesickte,wenn wir nicht mehr recht unterscheiden kön-nen, was wir sehen. Da wir nun bey demSehen uns dessen bewnst sind, was wir se-hen, und daher auch davon dencken, was wirsehen (§.194.),ja aus derVeschaffenheit un-serer Gedancken von dem Unterscheide desSehens urtheilen (denn von einander un»,terschciden, was wir sehen, gehöret zu demDencken); so hat es gar wohl geschehen kön-nen, daß wir von dem Gesichte und den Ge-dancken einerley RedenS-Arten gebrauchen.Derowegen habe ich auch Exempel gegeben,die mit dem Sehen verknüpffet sind. Un-ter'