Druckschrift 
Vernünfftige Gedancken Von Gott, Der Welt und der Seele des Menschen, Auch allen Dingen überhaupt
Seite
109
Einzelbild herunterladen
 

Rias wir vsn ihr wahrnehmen. 129

get cS die Gewohnheit zu reden mit sich, daßvon eineiu Gedanckcn das Vewust scyn nichtabgesondert werden kan. Es ist aber keineUrsache vorhanden, warum wir von der Ge,wobnheit zu reden abweichen wolten. Un,terdcffcn müssen wir uns in acht nehmen, daßwir deswegen nicht setzen, es könne die See,

!e weiter keine Würckung, als Gedanckcnhaben (§. 19Z.).

H. 196. Wir finden aber einenUnterscheid Unter»unter den Gcdancken,wenn wirvonDingen scheid derausser uns und in unsqedencken, nehmlich E-dem»eben denjenigen, den ich in den Gcdanckenvon den Kräften des Verstandes von denBegriffen angewiesen (§. 9. H keqn.e.i.).

Ob ich mich nun zwar daraufberuffenkön-ke; so achte ich es doch nichtvorundienlich,wenn ich diesen Unterscheid hier mit wenigemwiederhole, weil noch eines und das anderedabey zu erinnern Vorfällen wird.

H. 197. Weil ich aber gesaget, es finde Woher

dieser Unterscheid statt, wir möchten ent-weder von Dingen ausser uns, oder in unsgedencken; so ist nöthig, daß ich vor allenDingen erkläre, woraus wir erkennen, daßetwas in uns sey: denn woraus wir ab,nehmen, daß etwas ausser uns sey, ist schonoben gezeiget worden (§. 45.). Nehmlichindem wir uns einiger Dinge bewnst sind,z. E. Gebäude oder Personen sehen ; so er,kennen wir vermöge des oben (§. r v.) ange.