94 Das 2. Lap. Von den ersten
viel Regeln Vorkommen, als indergantzenBaukunst anzutreffen; so würde diebeson«' dere Ausführung derVollkommenheit einesauf einen gegebenen Platz nach der Absichteines Bauherrns aufgefuhrten Gebäudesein gantzes weitläuftiges Werck erfordern.Und siehet man hieraus, wie weitläufrigsolches fället, wenn die Dinge, derer Voll-kommenheit man beurtheilen soll, eine grosseMannigfaltigkeit in sich enthalten, auch wieviel Ueberlegungdarzunöthigist.
Da- «S §. 17;. Weil nun vermöge der unter«zufällig« schiedenen Grade der Vollkommenheit Din«Dingr git- ^ einer Art von einander sehr unter«woher si« schieden seyn können (§. 172.); so ist klar,komm«», daß, wenn ein Ding von einer gewissen Arteinen gewissen Grad der Vollkommenheithat, es auch gar wohl einen andern hätte ha«den können. Der eine Grad der Vollkom«menheit ist so möglich, als der andere, in,dem einer so wenig dem Wesen eines Din«ges widerspricht als der andere (H. 12.).Wenn also die Sache auch anders scyn kön«te als sie ist; so enthält das entgegengesetz«te nichts widersprechendes in sich (§. rr.),und daher ist sie nicht nothwendig (§. g6.).Da man nun dergleichen Sache, die nichtnothwendig ist, r,«fällig zu nennen pfleget;so ist klar, daß dasjenige znfällrg ist, davorrdas entgegengesetzte auch seyn kan, oder deindas entgegengesetzte nicht widerspricht.