Gründen unserer Lrkäntniß. 89
^ also nothwendig eine der aildern weichenmi ß, von welcher die Ausnahme geschehensoll, oder wie und auf was Art die Ausnah-^ me von beydcn statt stndct. Man stehetleicht, baß die Ausnahme dergestalt einzu-richten, damit die gröste Zusammenstim«
^ mrmg mit den Regeln beybehalten wird, und
also die gröste Vollkommenheit entstehet,
->P die bey dem Streite der Regeln wider ein-ander erhalten werden kan. Denn da dieAbweichung nur aus Roth geschiehstkan (§.»65.); so muß auch so wenig abgewichenwer en, als möglich ist.
«V» tz. l 67. In besonderen Fällen stehet man Zn h«si-ft»
> Ml leichter, welche Regel eine Ausnahme leidet: der» Fäl-
ckk» denn es zeiget stch alsdenn, welche Regel nö- len ist sol»
nch thiger ist als die andere. Z. E. Wenn der ^ch-
Ält Eigenthums -Herr eines Gebäudes mehr ^
,ezel» auf den Staat stehet, als auf die Bequem- *mm lichkeit der Durchfahrt; so behält in unserm»,M Exempel die Regel der geschickten Verhälk-wpkl niß die Oberhand über die Regel der be-sitz quemen Durchdringung. Hingegen wenndem Elgenthums-Herrn mehr daran gele-B gen, daß, da er bey der Menge des einzu-führenden Getreydes, oder auch der weitMl» entlegenen Felder, starcke Fuder laden muß,der Thorweg hoch genug ist, als daß dasHaust schöner ausstehet; so behält die Re-gel der bequemen Drlrchbringung das Feld,und die Regel der geschickten Verhältnis' F 5 muß