Woher dieAusnah-me nonder Regelentstehet.
Wie sie
«inzurich.
ten.
88 Vas 2 . Lap. Von -en ersten
Die Thüre muß so hoch und breit fty'n, daßman ungehindert durchgehen und die Sa-chen in das Gebäude bringen kan, die hin-ein zu bringen ßnd. Wenn nun z. E. durcheinen Thorwcg starck beladene Fuder Heuoder Getreyde durchzufahren sind; so kandie andere Regel wider die erste streiten,das ist, eine andere Verhaltniß der Breitezur Höhe erfordern, als von ihr vorge-schrieben wird.
tz. 165. Weil nun nicht möglich ist,daßetwas zugleich seyu und nicht seyn kan(§. ro.); so können auch die Regeln, so wi-der einander lausten, in einer zusammenge-setzten Vollkommenheit nicht zugleich stattfinden, und demnach muß eine verändernweichen. Dadurch entstehet die Ausnah-me von der Regel, weiche dergestalt nichtsanders ist, als der Streit vieler RegelnWider einander, da eine so zu reden die an-dern vertreiben «nd das Feld behauptenWill. Als, in dem vorhergehenden Exenipelwill die Regel der geschickten Verhaltnißdie Regel der bequemen Durchdringungund diese wiederum jene vertreiben. Undda bcyde solchergestalt nicht statt findenkönnen; so muß endlich eine der anderenweichen: woraus eine Ausnahme von ei-ner entstehet.
§. r 66. Es entstehet hier die Frage, wenndie Regeln wider einander lauffen, und
also