16 das 2. Lap. Von den ersten
schreiben sey; so ist die Warme der Grunddes geschwinden Wachsrhiims, und dieLuft, in so weit sie warm ist, die Ursache : dergeschwinde Wachsthum aber ist in der war,men Luft gegründet. Man kan auch dieWärme eine Ursache nennen und ihre Wür,ckung in das Gewächse den Grund. Wie-derum, wenn ich ausgchen will, weil schönesWetterist; so ist die Vorstellung des schö-nen Wetters der Grund von meinem Wol-len, und die Seele, so sich diese Vorstellungmachet, die Ursache des WollenS: die
Schönheit des Wetters ist der Grund vonmeinem Ausgehen, und das Wetter, in soweit es schöne ist, eine Ursache meines Aus-gehens.
Satz des H. zo. Wo etwas vorhanden, worauszurtichen, begreiffen kan, warum es ist, das hatden Gruii- zureicheirden Grund (§. 29.). Des-wegen wo keiner vorhanden ist, dg ist nichts,woraus man begreiffen kan, warum etwasist, nehmlich warum es würcklich werdenkan, und also muß es aus Nichts entstehen.WaS demnach nicht aus Nichts entstehenkan, muß einen zureichenden Grund haben,warum es ist, als es muß an sich möglichseyn und eine Ursache haben, die es zueWürcklichkeit bringen kan, wenn wir vonDingen reden, die nicht nothwendig sind.Da nun unmöglich ist, daß aus Nichtsetwas werden kan (§. 28.); so muß
auch