Gründen unserer Lrkäntniß. 15
27. Derowcgen, da ein jeder Theil Das Ean«des Gantzen einem Theile des Gantzcn, das d« ist grös»,st, sich selber gleich ist; so muß bas Gantzegrosser fcyn als ein jeder von seinen Theilen '(§^r6ch.
§. 28. Was weder ist, noch möglich ist,nennet man Nichts. Da nun dasunmög-liehe nicht seyn (§. 12.), folgends nicht zu et-was werden kan; so kan auch nichtNichtS zuetwas werden, oder aus Nichts etwas wer-den. erinnere obenhin, daß, wenn ei-
nem möglichen die Würcklichkcit ertheilctwird, da vorher nichts von ihm würcklichvorhanden war, es etwas anders sey, als ausNichts etwas werden, weil alsdenn nichtdas Unmögliche zu etwas wird.
H. 29. Wenn ein Ding ^ etwas in sich Was derenthält, daraus man verstehen kan, warum Grund ist,L ist, L mag entweder etwas in oder aus- ""dser^seyn; so nennet man dasjenige, waSin A anzutresfen ist, den Grund von L:selbst heisset die Ursache, und von ö sagetman, cö sey in ^ gegründet. Nehmlich
der Grund ist dasjenige, wodurch mauverstehen kan, warum etwas ist, und dieUrsache ist ein Ding, welches den Grundvon einem andern in sich enthält. Ich willes durch ein Exempel erläutern. Wenn ichnachforsche,wie es zugegangen,daß im Gar-ten alles geschwinde gewachsen, »nd finde,daß der Wärme der Luft solches zuzu-
schrei.