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Des Ritters Hans Ebran von Wildenberg Chronik von den Fürsten aus Bayern
Entstehung
Seite
LXXXIV
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An diese Bemerkung: Aventins knüpft dann Öf e 1 e in derPräfatio zu seinem Drucke der Ebranschen Chronik an, 1 indemer bemerkt: „De impensis nihil moror; est enimhistori-cum Studium prae aliis in parandis testibus, idest monumentis litterariis, sumptuosum; nequeetiam euram, quam adhibuisse memoratur, con-vello: sedmalim ego judi cium exactius delib utiu s-que adhibuisse prae illa plusquam anili creduli-tate, quam in hodoeporita Palaestinae faciliusquam in vironobili militiae et aulae oficiis innu-trito excuses. Quae etiam causa mihi extitit, quodoperis nonnisi postremam partem velut delibatim,quod eam solam defoecatiores oculi ferre hodievaleant, superiorum vero temporum terriculamenta(dubium imbecilliusne credita an conficta impu-dentius?) increduli oderint." Und nun führt er alsBeispiel für die „altweiberhafte" Leichtgläubigkeit und Kritik-losigkeit Ebrans dessen Erzählung von den Teufeln an, diedie Ausgrabung des Herzogs Arnulf, des Stammvaters derbayerischen Herzoge, aus dem geweihten Erdreich vonSt. Emmeram erzwangen.

Das also soll der Grund gewesen sein, aus dem Üfeledem ersten Teil der Ebranschen Chronik den Abdruck ver-sagte. Wir glauben aber, dass es hauptsächlich die Erkenntnisgewesen, aus der gerade hier stellenweise besonders starkverunstalteten Handschrift keinen einigermassen brauchbarenText herstellen zu können, die für ihn dabei massgebend war,denn er hat in sein Sammelwerk gar Manches aufgenommen,was in Bezug auf Glaubwürdigkeit nicht besser fundiert istals die von ihm gerügte Teufelsgeschichte Ebrans, die dieserja nicht erfunden hat.

In neuerer Zeit ist es Kluckhohn gewesen, derEbran wieder zu Ehren gebracht hat. In seiner von unsöfter erwähnten Abhandlung kommt er zu dem Schlüsse, dassunser Chronist aus dem ihm vorliegenden Material gemachthat, was daraus zu machen war, dass er mit seinen mangel-haften Hilfsmitteln Anerkennenswertes geleistet und ein vonvolkstümlichem Geiste durchwehtes Werk geschaffen habe,das „wie durch inneren Gehalt, so auch durch edle Einfach-heit der Darstellung sich vorteilhaft auszeichnet."

' Oefele, 1. c. 1 S. 30a.