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Des Ritters Hans Ebran von Wildenberg Chronik von den Fürsten aus Bayern
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der Ebranschen Chronik zuhanden hatte, in dem einigeder die erste Redaktion erweiternden Zusätze bezw. die ihnenzu gründe liegenden Quellenabschriften bereits eingetragenoder eingelegt waren, während andere sowie die Fortsetzungund wohl auch die Vorrede noch fehlten.

Auch Arnpeck hat unsere Chronik, und zwar sowohlunmittelbar als mittelbar (durch Fürtrcr), namentlich in dendas XV. Jahrhundert behandelnden Partieen, auf das aus-giebigste benützt, sodass sie, obwohl sie nirgend genanntwird, 1 stellenweise geradezu als die Hauptquelle des Lands-hut er Chronisten erscheint, und merkwürdiger Weise trägtdie deutsche Chronik desselben sogar eine ganz ähnlicheAufschrift wie die Ebrans in der Handschrift H, nämlich(nach dem Druck bei Freyberg): Diese nachvolgendeHistori ist geschriben worden, als herseh et derdritt Friedrich, Rom: Kaiser vnd sein Sohn Maxi-milian, Rom: König, sagend von dem Land Ba-varia oder Norica genant vnd von den Durch-lauchtigen Fürsten, die in dem Landt geherschethaben. 2 Noch merkwürdiger aber ist es, dass Arnpecküber ein Werk, das er mit solchem Eifer ausschrieb, die Be-merkung machen mochte, es seik ein o bewährte Histori", :ivielleicht allerdings nur deshalb, weil es in deutscher Sprachegeschrieben war aber desselbenVergehens" machte siehArnpeck ja selbst schuldig.

Stellt man die beiden Chroniken Arnpocks und dieEbrans nebeneinander, 1 so sieht man, dass sich die deutscheHistori" des ersteren im wesentlichen teils als ein Auszugbezw. eine Zusammenfassung, teils als eine Erweiterung seinerlateinischen Chronik darstellt, und dass die Arbeit unsersRitters von dem Punkt an, wo sie in die bayerischeGeschichte einlenkt, zum guten Teil in jeder derselben ent-

' Er nennt von den ihm vorangehenden Bearbeitern der bayer-ischen Gesch. einzig Andreas: Nullua voro praedictornm nee quisquamalius praeter fratrem Andream .... Bavariae prineipum temporadesudavit.Pez, 1. c. Col. 5.

* Arctin, 1. c. S. 167 Nr. 23 und Riezler, Aventins WerkeHI S. 509 verweisen auf eine Chronik (in Cod. germ. 1587, 1588, 1589),die die gleiche Aufschrift hat; diese ist aber mit der deutschen ChronikArnpecks, die noch in einer Reihe anderer Handschriften erhalten ist,identisch. 8. hiezu Joetze S. 71 mit Anm. 4; Leidinger S. 112 ff.

3 Joetze, 1. c. 8. 98.

4 Vgl. Kluckhohn, 1. c. S. 205; Joetze, 1. c. 8. 75 ff;Leidinger S 111 ff,