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Des Ritters Hans Ebran von Wildenberg Chronik von den Fürsten aus Bayern
Entstehung
Seite
LXXII
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ecclesiastica und dem "Werk des Orosius zu Zeit-berechnungen heranzieht, und auf Matthias von Kemnat,in dessen „Histori" man, wie er sagt, das Nähere über denKurfürsten Friedrich von der Pfalz nachlesen könne.

Schliesslich nennen wir noch als Quellen das „Zeitbuch"des Eike von Repgow, 1 das ihm wohl von derselben Seiteher zugekommen ist, von der er den Sachsenspiegel er-hielt, Paulus Diaconus, den er nebst Andreas für dieGeschichte Theodolindens zugrunde legt, die Legendaaurea des Jakobus a Voragine, dann eine, wie esscheint, verlorene bayerische Chronik und hauptsächlichden von ihm selbst verfertigten Stammbaum der bayerischenHerrscher, den er häufig in seiner Chronik ohne weiteren Zu-satz einfach abliest. Dieser Stammbaum, 2 dessen Anlage ihmangesichts der mancherlei Vorarbeiten Anderer, die er be-nützen konnte, nicht allzu schwer gefallen sein dürfte, wurdeder Hauptsache nach vor Beginn der Chronik, gewissermassenals Grundlage derselben, gefertigt, im einzelnen aber währendder Ausarbeitung derselben fortwährend verbessert und erweitert.Er bestellt aus drei Teilen, deren erster von den bayerischenHerzogen Theodo und Garibald sowie von dem MetzerBischof Arnulf an bis zu den Söhnen Karl Martellsreicht, während der zweite die Herzoge Otto und Thassilo,die „fremden" Herzoge und die Grafen von Scheyernumfasst, der dritte die „Geburtstafel" der Witteisbacher

„Verdeutschung" die Uebersetzung von Robortus de S. Remigio(Druck im Recueil des historiens des croisados — Histo-riens oeeidentaux III, 717—882) sei, die sich ausserordentlich grosserPopularität und Verbreitung erfreute. Die Ueborsetzung erschien imJahre 1482 bei Hans Bämler ,,in maentag vor Jeory 1482". DiesesDatum würde allerdings zu unserem oben S. XXXVII für die Beendigungder ersten Kedaktion von Ebrans Chronik festgestellten Zeitpunkt nichtstimmen, doch wäre ja möglich, dass unserm Chronisten die Uebersetzungin einer Handschrift vorlag. S. zur Bache den Artikel Stainhöwelin der Allg. d. Biogr und besonders Joachimsohn, Frühhumanis-mus in Schwaben in den Württ. Vierteljahrsheften 1896 S. 117.

J Das Zeitbuch des Eicke von Repgow, ed. Massmann inder Bibl. des lit. Ver. zu Stuttgart, Bd. XLII (Stuttgart 1857).

1 S. oben S. XXXVIII ff. Vielleicht hat Ebran den Stammbaumgekannt, den Andreas von Regensburg um das Jahr 1425 demHerzog Ludwig dem Bärtigen von Ingolstadt übergab, und auchwohl eine oder die andere Copie der mit poetischen Beischriften aus-gestatteten genealogischen Wandmalereien im Alten Hofe zuMünchen, die, wie man Grund hat anzunehmen, Herzog Sigmundanfertigen liess. (S. hierzu den Bericht E ö r i n g e r s im OberbayerischenArchiv, Bd. XII (1851—52; S. 2GG ff.; Riezler, Gesch. Baierns, IIIS. 94!), 952). — Unverkennbare Beziehungen bestehen zwischen derEbranschen Chronik mit ihren Stammtafeln und dem bei Rockinger