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dem Kloster Schey rn aufgestellten „Regent en tafel", gingin zahlreichen Handschriften um 1 und erfreute sieb einesgrossen Ansehens. „Nach dem Geiste der Zeit", sagt Hundttreffend, 2 „war sie bestimmt, den erlauchten Stamm (desHerrscherhauses) in strahlendem Glänze zu verherrlichen undmöglichst mit solchen zu verknüpfen, deren Euhm, sei es obkriegerischer Taten und Herrscherweisheit, sei es ob derHeiligkeit des Lebens, in Sage und Lied gepriesen ward. DieAbstammung der Schyren von dem grossen Kaiser Karlschien hiezu ganz vorzüglich geeignet." Kein Wunder, dassbayerische Chronisten mit Vorliebe nach dieser Quelle griffen,und dass auch unser Ebran gleich Andreas vielfach vonderselben Gebrauch machte. Nur durch diese Quelle war erin den Stand gesetzt, die dunkle Periode von dem Sturz derGrafen von Sc heyern im 10. Jahrhundert bis zur Wieder-erhebung derselben zur Zeit Barbarossas in der von ihmgewünschten Weise „aufzuhellen", und auch für die Geschichteder nächsten Nachfolger des ersten wittelsbachisehenHerzogs fand er in der Scheyrer Chronik noch Manches,das er glaubte verwenden zu sollen.
Die Chronik von Andechs, die in Verbindung mitder von Scheyern genannt wird, ist wohl identisch mitdieser, 3 und was die Chroniken in Stiften „ausser Landes"betrifft, so meint Ebran damit zunächst wohl die öster-reichischen; vielleicht aber hat er auch italienisch?Chroniken in Monte Casino gesehen. 1
Eine Quelle besonderer Art ist die Relation über dieGeschichte der letzten Sprossen der Wittelsb acher inHolland, die zur Orientierung der auf das holländische
1 Diese Chronik ist öfter gedruckt. Zuerst in der vom AbtStephan von Scheyern veranstalteten Ausgabe des Chronikon SchirenseKonrads von Scheyern, Ingolstadt 1623 S. 220 ff., dann von Hefnerl* Oberbayerisehen Archiv, Bd. EI S. 188 ff, von Maffei in DeutingersBeiträgen zur Gesch., Topogr., Statistik des Erzbistums München undFreising, Bd. IV S. 410 ff. . . , .
2 Hundt, Kloster Scheyern, seine ältesten Aufzeichnungen undBesitzungen. (Sep. Abdr. aus den Abhdlg. der k. b. Akad. d. W. 111.u - IX. Bd. II. Abtg. S. 67.) . , ,
3 Vgl Keller S 132. - Dieser hat bereits darauf aufmerksamgemacht, dass bei Ebran keine Stelle vorkommt, die auf die Benutzungeiner Andechser Chronik hinwiese. Eine Chronik, die so bezeichnetWlr <l, findet sich in Handschriften öfter an die von Scheyern angehängt,80 auch in dem Codex, der unsere Handschrift H enthält, und dies" la g Ebran verleitet haben, sie in Verbindung mit dieser als eine seinerQuellen zu nennen.
4 8. oben S. XVII.