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Des Ritters Hans Ebran von Wildenberg Chronik von den Fürsten aus Bayern
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zehnten ausgestorben war, dann die Landshuter, die imMannsstamme nur mehr auf zwei Augen stand, und zuletztdie Münchener, der, wie vorauszusehen war, die Zukunftgehörte. Von allen in der Chronik aufgeführten Wittels-fächern, denen E b r a n häufig eine längere oder kürzereCharakteristik widmet, nennt er auch die Frauen, soweit erdiese erkunden konnte, und die von ihnen hinterlassenenSöhne, die dann die Glieder der nächsten Staffel bilden. DieTöchter werden in der Regel nicht namentlich aufgeführt, undwenn dies der Fall ist, nur die verheirateten. Die der zehntenund letzten Staffel angehörenden Pfalz er bespricht Ebranwie die früheren, von den Fürsten der Landshutischenund Münchener Linie, die ihm näher stehen und noch leben,uennt er nur mehr die Namen.

Die Reichsgeschichte, die im ersten Teile der Chronikeinen so grossen Raum einnimmt, tritt im zweiten ganz inden Hintergrund, kaum dass die Namen von Kaisern selbstFriedrichsdes grössten Fürsten der Welt" gelegentlicherwähnt werden. Auch bei den beiden Reichsoberhäuptern, diedem wittelsbachischen Hause entstammten, Ludwig und"uprecht, hält sich Ebran fast durchaus innerhalb desGebietes der bayerischen Geschichte, nur dass er beiRuprecht der Versuchung, die diesem den Weg zum Königs-thron bahnende Absetzung Wenzels ausführlich zu berichten,licht widerstehen kann. Durchbrochen ist diese Beschränkunga uf die bayerische Geschichte nur durch das Hereinziehen desdänischen Königs Christoph und der Witteisbacher inHolland, für welch letztere Ebran, wie noch dargethan werdenWird, eine besonders ergiebige Quelle vorlag; aber diese Fürstendurfte er eben nicht ausser Acht lassen, wenn er seinem Vor-satz gemäss von allenFürsten, Königen und Kaisern'' sprechenWo Hte,die von Graf Otten (von Witteisbach) komen sind".

Da im allgemeinen die an die einzelnen Herzoge ge-knüpften geschichtlichen Notizen und Erzählungen vom XIV.Jahrhundert an häufiger und breiter werden, könnte manSc hliessen, dass Ebran die Zustände und Ereignisse der^genen Zeit und der dieser unmittelbar vorangehenden Periodeln besonders ausführlicher Weise darstellen werde. Das trifftjedoch nur für die Geschichte der beiden letzten Ingol-stadter Herzoge einigermassen zu, nicht aber für das Folgende,as in der zweiten Redaktion der Chronik neu hinzugefügtwurde. Über Herzog Ludwig von Landshut und dessenWaffenbruder Friedrich von der Pfalz, auf deren Tugenden

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