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Des Ritters Hans Ebran von Wildenberg Chronik von den Fürsten aus Bayern
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und zwar aus dem einfachen Grunde, weil auch in der Stamm-tafel Ebrans, die sichtlich neben der Chronik bei Anfertigungder ersteren mit herangezogen wurde, 1 nicht auf die SagenheldenEoamundus und Ingerom andus zurückgegangen, sondernQüt Garibald und Theodo (in H) begonnen wird. Wiegedankenlos der Hersteller der Regententafel verfuhr, zeigtsich noch ein zweites Mal weiter oben, wo von den SöhnenKarl Martells gesprochen und dabei auf eine Stelle verwiesenw ird, die sich nicht in der Eegententafel, aber bei Ebran findet.Es heisst nämlich im letzten Satze derBeischrift":Pipinusw ird ein Kunig in Eranckreich gemacht durchUnd er w e i sun g Papst Stephani des andern und wardKunig Hildrudis in ain Kloster Verstössen, derdie selben Zeit den kuniglichen Namen hat, als ins einer Histori nier gesagt wird" nämlich beiEbran auf Blatt 37.

Und nun noch ein anderer Punkt. Keller hat nicht nurÜbereinstimmungen in den von ihm vorgeführten Parallelennachgewiesen, sondern auch auffallende Abweichungen undhat dargethan, dass die Regcntontafel Fehler enthält, die derEbranschon Chronik, wie wir sie kennen, fremd sind. 2Daraus hat er gefolgert, dass die letztere in ihrer ursprüng-lichen Fassung eine andere Gestalt hatte als der Text inH W oder gar in J, und er spricht von dieser ältestenFassung der Chronik als von der ersten Redaktion derselben.Wir sind aber der Meinung, dass damit zu viel gesagt wird,denn wir glauben, dass die Chronik zu der Zeit, in der ihr"'°Beischrii'ten" der Regententafel entnommen wurden,n °ch nicht vollendet, sondern erst im Werden begriffen war;J a ) es ist möglich, dass sie damals überhaupt noch nichtWeiter vorgeschritten war als bis zu den Stellen, die denietzten Beischriften der Tafel als Quelle dienten.

Für wen die Regententafel hergestellt wurde, wissen wirnicht. Man könnte an eine der fürstlichen Persönlichkeitendenken, mit denen Ebran in persönlichem Verkehr stand;

' I>ioKegententafel" ist vielleicht überhaupt nichts anderes als

.JJJ* genaue Nachbildung des Ebranschen Stammbaumes in dessen

'»hester Gestalt. Durch die im Laufe der Zeit an letzterem vorgenommenen

l en derungen dürfte dieser dann so geworden sein, wie er sich uns in J,

^w. II erhalten hat. Es blieben auch dieBeischriften" nicht in der

si>rüngii c | len Fassung, sondern wurden zumeist gekürzt oder ganz

Bestrichen, Dj 0 i ctetc nm i e t sieh in II bei Otto II., dem Hohn

ijua wi g8 des Kelheimers.

" L. c. 8. 116.