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Des Ritters Hans Ebran von Wildenberg Chronik von den Fürsten aus Bayern
Entstehung
Seite
XXXVII
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der sein Fürst gewesen sei, denn damit kommen wir auf denAnfang des Jahres 1479 als zeitlichen Endpunkt, der jedoch,wie der Inhalt der beiden Redaktionen sofort erkennen lässt,nur für die erste passt. Setzen wir nun, dass Ebran, derdie Kriege seines Herrn mitmachte, jedenfalls erst nachBeendigung derselben Ruhe und Müsse für seine historischenArbeiten fand, so ergibt sich, da er lange Zeit damit be-schäftigt gewesen sein soll, dass seine Chronik in ihrer erstenFassung wohl um die Mitte der sechziger Jahre begonnenund um das Jahr 1479 beendet wurde. 1 Das stimmt auchmit unserer Annahme, dass Ebran vor der im Jahre 1480unternommenen Wallfahrt ins heilige Land seine Chronikfertiggestellt, 2 und mit der Tatsache, dass er dem UlrichFürtrer, der seine Arbeit im Jahre 1478 begann, Stückeseiner Sammlung überliess, ;! weil er ihrer eben nach Abschlussseines Werkes nicht mehr bedurfte. Nur eine einzige Stelleder ersten Redaktion schliesst ein über den Tod des HerzogsLudwig hinausgehendes Datum in sich, nämlich die, in deror von der Erhebung des Propstes Friedrich Maur-kir ebner zum Bischof von Passau spricht,' 1 denn dieserwurde erst am 18. Oktober 1479 erwählt, während die päpst-liche Bestätigung gar erst im Jahre 1482 erfolgte. Aberdiese Notiz ist von Ebran wohl erst, als er nach seinerRückkehr von Palästina sich wieder mit seiner Chronikbeschäftigte, in der Urschrift nachgetragen worden. Und diesgilt auch für den in der Handschrift H sich findenden Stamm-baum, soweit in ihm das Jahr 1479 überschritten ist. 5

Für die Bestimmung der Fertigstellung der zweitenRedaktion bietet uns der Text derselben verschiedene

'Genauer: zwischen 1477 und 1179, da Ebran in der Chronike »ne Quelle benützt, nämlich die in Anmerkung 4 angeführteUiston , aie

dnn erst im Jahre 1477 mitgeteilt wurde.

'' 8. oben S. XVII. , .

3 Davon wird unten S. LXXIX noch gesprochen.

4 Die Stelle lautet Bl. 101»:Dise In stör i von herUogJohannsen und frawen Jakoba hat in ir an s H olanit gePracht der würdig doctor Friderich Mawrk ireher, dieselbe««yt brobst zu Altenötting, nachmalen bischof zuBassaw«. Dieser Passus steht ganz am Schlüsse der langen t fel ' n( l trägt schon durch diese Stellung sowie durch die unvermittelteArt der Anfügung den Charakter eines Nachtrages an sich.

6 Vgl. Keller, 1. c. S. 108. Es fallen über die angegebene^Zeitfenze bloss die auch in der zweiten Redaktion nicht mehr «wähntenKinder Philipps des Aufrichtigen hinaus (mit Ausnahme des un Jahrel «8 gebornen ersten Sohnes). E*bra n hat an Stalle der Namen derselbenSechs leere Kreise eingestellt, wie er für die Söhne F Iie dr10 h s 1. £***££K »nig Kupprechts) und Ludwigs von Veldentz je vier gesetzt hat.